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Liebig Dispenser

Artikelnummer: 107376
Liebig Dispenser

Verfügbarkeit: Auf Lager

5,99 €
Inkl. 19% USt., zzgl. Versandkosten
ODER
Beschreibung

Details

Liebig Dispenser
mit Kunststoff-Tropfflasche (Fassungsvermögen: 250 ml) und vier Dochten zum Verdunsten


Eigenschaften:

• bestehend aus:
- 1 Flasche (Fassungsvermögen ca. 250 ml; Höhe: ca. 112 mm)
- 1 Tropfeinsatz
- 4 Dochtpapiere
- 1 Grundplatte

• Einbauhöhe: ca. 120 mm


Gebrauchsanweisung:

Vor Gebrauch Dochtpapierfläche regulieren. Gesamte Gebrauchsanleitung durchlesen.



Funktionsweise:

Legen Sie dasa Dochtpapier auf die Grundplatte und stecken Sie die mit Ameisensäure gefüllte Flasche kopfüber auf die Grundplatte. Die Ameisensäure läuft langsam durch den Tropfeinsatz der Flasche und wird vom Dochtpapier aufgesogen. Vom feuchten Dochtpapier dampft die Ameisensäure in die Stockluft ab. Die Ameisensäurekonzentration in der Stockluft nimmt dabei langsam aber beständig zu.

Sobald das Dochtpapier vollgesogen ist, bleibt die Ameisensäurekonzentration in der Beute konstant. Dadurch ermöglicht der Liebig-Dispenser eine gleichmässige und bienenverträgliche Ameisensäurebehandlung, an welche sich die Bienen problemlos gewöhnen.


Füllen der Flasche mit Ameisensäure:

Die Flaschen sollten im Voraus an einem geeigneten Ort mit Ameisensäure gefüllt werden. Der Tropfeinsatz wird dazu aus der Flaschenöffnung entfernt (evtl. mit kleiner Flachzange). Die erforderliche Menge 85 %-iger Ameisensäure (siehe Tabelle 2) wird mit Hilfe der Füllskala auf der Flasche abgemessen. Anschliessend wird der Tropfeinsatz wieder aufgesteckt. Verschliessen Sie die Flasche zum Transport mit dem kindersicheren Deckel.

Einstellung der Dochtpapierfläche zur Regulierung der Verdunstungsmenge

Grundeinstellung:

Die erforderliche Verdunstungsmenge der Ameisensäure und die vielfältigen äusseren Einflussfaktoren (Art und Größe der Beute, Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Bienenvolk) werden durch die Größe der Dochtpapierfläche reguliert.

Die Grundeinstellung der Dochtpapierfläche (Tabelle 1, letzte Seite) soll als Leitfaden dienen. Das Dochtpapier kann einfach durch Abreissen von Streifen entlang der Perforierungen verkleinert werden.


Anpassung während der Behandlung:

Es wird dringend empfohlen, die tägliche Verdunstungsmenge vor allem in den ersten Behandlungstagen zu notieren und die Verdunstungs-Richtwerte gemäß Tabelle 2 (unten) möglichst einzuhalten.


Unmittelbar nach dem Einsetzen des Liebig-Dispensers sinkt der Säurespiegel in der Flasche relativ schnell. Deshalb sollte der Anfangspegel zur Kontrolle der Verdunstungsmenge erst nach ca. 1 Stunde abgelesen und notiert werden. Unbedingt Wetterprognosen in die Überlegungen mit einbeziehen.


Wenn Verdunstungsmenge ist zu hoch ist:

Die Dochtpapierfläche durch Abreissen von Streifen entlang der Perforierung verkleinern.

Achtung: Falls das Dochtpapier bereits mit Ameisensäure getränkt ist, unbedingt Sicherheitsmassnahmen beachten und Schutzkleidung tragen!


Dosierung 85 %-iger Ameisensäure für 1. und 2. Behandlung sowie tägliche Verdunstungsmenge in ml. *aus technischen Gründen kann Skala auf der Flasche +/- 10 ml varieren. Diese Abweichung ist jedoch nicht entscheidend für die Qualität.


Wenn Verdunstungsmenge zu niedrig ist:

Die Dochtpapierfläche durch Auflegen von abgerissenen Streifen wieder vergrössern. Aufzulegende Streifen müssen das bereits mit Ameisensäure getränkte Dochtpapier etwas überlappen.

Behandlungsanleitung:

Vorsicht: Die Völker sollen möglichst waagrecht stehen. Sie dürfen nicht zu stark nach vorne, hinten oder zur Seite geneigt sein, um zu vermeiden, dass die Ameisensäure von der Grundplatte ins Volk tropft.

Bei zu hohen Temperaturen kann sich in der Flasche durch verdampfende Ameisensäure ein Überdruck entwickeln. Dieser Überdruck verursacht ein übermässiges Auslaufen der Ameisensäure, die dann vom Dochtpapier droht, ins Volk zu tropfen. Deshalb darf bei hohen sommerlichen Temperaturen keine Behandlung gestartet werden. In diesem Fall soll bevorzugt am frühen Morgen oder einem bewölkten Tag behandelt werden.

Setzen Sie bei Magazinbeuten eine Leerzarge auf oder geben Sie einen leeren Honigraum, um für den Liebig-Dispenser genügend Platz zu schaffen (Deckel oder Deckbretter auf Honigraum). Offene Gitterböden schliessen. Überprüfen, ob Beute und Deckel gut geschlossen sind.

Dochtpapier allenfalls durch das Abreissen von Streifen verkleinern. Angepasstes Dochtpapier über die Fixierdorne auf die Grundplatte legen.

Achtung: Nur 1 Dochtpapier verwenden. Grundplatte mit Dochtpapier in die Mitte der Brutwabenschenkel stellen. Das Dochtpapier sollte möglichst viele Wabengassen überdecken. Die Ameisensäure-Flasche mit dem Tropfeinsatz kopfüber auf die Fixierdorne der Grundplatte stellen. Volk schliessen. Flugloch normal geöffnet lassen. Überwachen der Verdunstungsmenge pro Tag.

Liebig-Dispenser aus dem Volk entfernen sobald die Flasche leer ist (nach 1 bis 2 Wochen).



Bekämpfungskonzept


Behandlungszeitpunkte:

Der Liebig-Dispenser wird ausschliesslich nach Trachtende im Spätsommer eingesetzt.


Es genügen zwei Behandlungen:


Erste Behandlung für 3 – 4 Tage; vor der Auffütterung (Ende Juli/Anfang August).

Tipp: Ist der natürliche Milbenfall Ende Juli geringer als durchschnittlich 10 Milben pro Tag, kann auf die erste Behandlung mit dem Liebig-Dispenser verzichtet werden (beispielsweise bei Jungvölkern, die im selben Jahr gebildet wurden und milbenfrei waren).

Zweite Behandlung für 1 – 2 Wochen; nach der Auffütterung (September).


Winterbehandlung / Restentmilbung:

Nur wenn der natürliche Milbenfall Mitte Oktober ausgezählt wird und dieser tiefer als durchschnittlich 0.2 Milben pro Tag ist, kann auf die Winterbehandlung im brutfreien Zustand mit Oxalsäure verzichtet werden.

Wird im Folgejahr Drohnenbrut geschnitten oder werden Ableger gebildet, muss nur bei Völkern mit mehr als durchschnittlich 1 natürlich abgefallenen Milbe pro Tag eine Restentmilbung vorgenommen werden.

Die Durchführung der Oxalsäure-Behandlung wird auf Seite 10 kurz beschrieben.


Mögliche Nebenwirkungen:

Die Ameisensäure-Behandlung mit dem Liebig-Dispenser hat sich in ein- und zweizargigen Zandermagazinen sowie im Schweizer Kasten (Warmbau) als sehr bienenverträglich erwiesen.

Junge Brut und schlupfreife Bienen reagieren besonders sensibel auf Ameisensäure, weshalb eine gut wirkende Ameisensäurebehandlung immer zu gewissen Brutverlusten führt. Diese Verluste haben jedoch gemäß Untersuchungen keinen negativen Einfluss auf die spätere Volksentwicklung.

Könniginnenverluste können ausgeschlossen werden, wenn die durchschnittlichen täglichen Verdunstungs-Richtwerte nicht überschritten werden.

Bei Dadant-Beuten liegen erst wenige Erfahrungswertevor, so dass bei diesen Beuten eine gute Überwachungder Verdunstungsmenge absolut zwingend ist.

Zusatzinformation

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